Lächeln gegen die Sucht

Lächelnder Mann

Ich gebe hier ja jede Woche Tipps, was man gegen seine Sucht tun kann. Manchmal etwas mehr Richtung sich-selbst-analysieren, verstehen-woher-die-Sucht-überhaupt-kommt usw. Und manchmal ganz praktische Tipps.

Heute wieder so ein ganz praktischer Tipp. Der euch zwar nicht von der Sucht befreit, der euch aber helfen kann, wenn es mal wieder hart auf hart kommt. Wenn ihr mal wieder in einer Situation seid, wo euch alles über den Kopf wächst und ihr euch am liebsten sofort wieder eure Droge reinziehen wollt, um es mal so salopp zu formulieren.

Wenn ihr also in solch einer Situation seid, dann probiert doch mal aus, zu lächeln.

Wie bitte?

Ja, einfach nur Lächeln. Nehmt euch jetzt einmal drei Minuten Zeit. Guckt gleich nicht mehr auf den Bildschirm und macht stattdessen einmal die folgende Übung. Denkt euch einmal 30 Sekunden lang etwas sehr Trauriges, Stressiges oder Unangenehmes. Und danach fangt ihr an zu lächeln und beobachtet, was passiert.

Versucht dann einmal, nachdem ihr zwei Minuten gelächelt habt, wirklich negativ zu denken! Es wird nicht funktionieren, weil die Biologie von uns Menschen das nicht zulässt.

Vereinfacht kann man sagen, dass ihr euer Gehirn überlisten könnt.

Euer Gesicht besteht aus vielen kleinen und kleinsten Muskeln, die in der Haut liegen und die dann Falten ziehen können. (Deswegen spritzt man ja z.B. Botox – ein Muskelgift – gegen Falten,

damit sich die Muskeln nicht mehr bewegen können.) Wenn ihr nun lächelt, werden bis zu 21 Muskeln im Gesicht bewegt. Muskeln sind wiederum mit Nerven verbunden und die wiederum mit dem Gehirn.

Es ist fast zu unglaublich, um wahr zu sein, aber wenn ihr lächelt, wird dem Gehirn wirklich vorgegaukelt, ihr seid glücklich und zufrieden und es gehe euch blendend. Das Gehirn schaltet dann wirklich um und hört auf, Stresshormone zu produzieren. Genau diese Stresshormone habt ihr nämlich, wenn der Suchtdruck wieder ganz akut ist.

(Lest einmal Texte zur Neurolinguistischen Programmierung (NLP) oder auch Texte der Lebenstrainerin Vera Birkenbihl dazu.)

Wenn ihr es jetzt schafft, wirklich zwei Minuten zu lächeln, habt ihr eine gute Chance, danach mit den Gedanken woanders hinzuwandern, weg vom Alkohol oder Porno oder Zocken oder Fressen oder Kiffen oder was auch immer eure Droge ist. Und hin z.B. zu etwas wirklich Komischem, etwas Lustigem, das dann euer Lächeln noch einmal verstärkt.

Idealerweise kombiniert ihr diese Übung mit einem anderen der Tipps hier im Blog. Oder mit einem der vielen Tipps im Lavario-Selbsthilfeprogramm, falls ihr das schon gekauft habt.

Noch eine Schlussbemerkung zum Lächeln: Es reicht, wenn ihr LÄCHELT. 21 Muskeln sind ausreichend. Ihr braucht nicht zu grinsen. Deshalb könnt ihr diese Übung überall durchführen, egal wo ihr seid. Ein ganz leichtes Lächeln, die Mundwinkel etwas nach oben ziehen, das hat schon den gewünschten Effekt.

Probiert es am Anfang mit einem ausgeprägten Lächeln. Nach etwas Übung reicht dann bereits das ganz leichte Lächeln oder Schmunzeln. Probiert es aus, und fühlt es selber. Wie gesagt, dies ist ein Tipp, mit dem ihr ab und zu den Suchtdruck bekämpfen könnt.

Damit werdet ihr noch nicht die Sucht besiegen, aber darum ging es ja heute gar nicht. Sondern nur darum, wie ihr ab und zu erfolgreich NEIN zu eurer Droge sagen könnt. Wenn ihr noch andere Tipps habt, oder Fragen, dann schreibt es doch hier unten in das Kommentarfeld.

Frank Lavario, Autor der Lavario Methode

Ein Blog über Sucht und Tipps, was man gegen Sucht tun kann.

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