Der Autor des Suchtblogs, Frank Lavario, stellt sich vor.

ÜBER MICH

Ich selber bin in einer etwas zerrütteten Familie aufgewachsen. Viel Stress auch in der Schule. So entstand dann wohl der Wunsch, Psychologie zu studieren. Gesagt getan. Studium in den USA und in Deutschland. Danach dann viele Jahre in Deutschland, Italien und Brasilien gearbeitet. Dabei als Therapeut vielen Süchtigen geholfen.

Irgendwann kam dann aber die Einsicht, dass 90% aller Süchtigen (mindestens!) überhaupt nie Hilfe bekommen. Weil sie es nicht wollen oder weil sie sich nicht trauen oder weil sie kein Geld für eine Therapie haben (obwohl das ja in Deutschland oft die Krankenkassen zahlen, aber das wissen die meisten Betroffenen oft nicht – oder schämen sich, sich bei der Kasse als Süchtige(r) zu outen!).

Also habe ich das Lavario-Programm als Selbsthilfeprogramm gegen Sucht geschrieben. Zusammen mit einem anderen Kollegen. Ich war mehr der Spezialist für kognitive Verhaltenstheorie, er für Psychoanalyse. Hinzugenommen haben wir noch zwei ehemalige Patientinnen, von denen eine mittlerweile Lehrerin ist, um ein didaktisch einfach zu verstehendes Programm zu schreiben und um die Sicht der Patienten noch stärker zu integrieren.

Ohne ins Detail gehen zu wollen: das Programm ist ein Erfolg. Viele kritisieren uns auch und sagen: so geht das aber nicht. Sie sagen: Wenn man nicht in eine Klinik geht oder zum Therapeuten in die Praxis, dann kommt man nicht von der Sucht weg. Den Kollegen sei aber gesagt: es ist doch besser, Menschen, die sonst gar keine Hilfe bekommen, auf diesem Weg zu helfen als sie alleine zu lassen.

Wir ermuntern im Programm auch ausdrücklich und mehrfach, den Weg in die Praxis oder in die Selbsthilfegruppe zu wählen. Aber einen guten Teil des Weges kann man schon mit dem Programm schaffen. Es ist wirklich gut und jeder Fachmann, der daran zweifelt, bekommt es von uns gerne kostenlos zur Ansicht.

Außerdem bieten wir ja auch persönliche Beratung, wenn auch nur per Email. Und ein Chatfenster auf der Webseite, wo Menschen mit Problemen viele Stunden am Tag Hilfe von einem unserer Therapeuten (die das fast ehrenamtlich machen!) bekommen.

Ich selber wohne mittlerweile wieder in Brasilien. Wo einen die Liebe so hintreibt 😉 Den Blog schreibe ich auch von hier, bzw. dort – je nachdem, wie man es nimmt. Ich möchte Tipps aus der Praxis geben, Dinge, die vielleicht nicht jeder kennt, die aber schon oft geholfen haben. Die vor allem dann helfen können, wenn der Druck mal wieder ganz stark wird.

Dinge, die Mut machen. Motivationshilfen. Tipps, wie man mit all den negativen Gefühlen – ja, oft Selbsthass – umgeht. Mit diesem Blog werde ich keinem komplett aus der Sucht helfen können, logisch. Aber doch ein klein wenig weiterhelfen. Hoffentlich. Schreibt mir, wenn ihr zu einem ganz bestimmten Problem oder Thema etwas wissen möchtet.

Jeden Dienstag werde ich jetzt Tipps und Ratschläge geben. Ich werde viele Tipps geben, was man tun kann, wenn die Sucht wieder zuschlägt. Wie man in dem Moment NEIN sagen kann, wenn man wieder unbedingt seine Droge nehmen will. Wenn der Druck wieder ganz stark wird. Egal ob die Droge Zocken, Alkohol, Porno, Essen oder sonstwas ist.

Ich werde euch auch Tipps geben, wie man eigentlich am besten aus einer Sucht herauskommt. Bzw. Tipps, wie man es NICHT versuchen sollte. Die meisten machen nämlich ganz typische Fehler und schaffen es schon deshalb nicht, davon wegzukommen.

Ich werde auch darüber schreiben, wie man mit den ganzen schlechten Gefühlen umgeht: mit Selbsthass, Zweifeln, Schamgefühlen, Schuldgefühlen usw. Vielleicht kann ich euch ja ein bisschen Mut machen und idealerweise dafür sorgen, dass da etwas KLICK in euch macht.

Bestimmt werde ich auch Tipps geben, wie ihr mit guten Vorsätzen und Ausrutschern und Rückfällen umgeht. Das ist ganz ganz ganz gaaaaanz wichtig!! Ihr kennt das doch: man nimmt sich vor, dass man jetzt mit dem Sch..ß aufhört und hält das eine Weile durch, ist stolz wie Oscar, und dann… tja, dann wird man wieder schwach und fühlt sich so dermassen mies. Da gibt es aber super Tipps, wie man damit umgeht. Darüber werde ich mit Sicherheit etwas schreiben.

Und ich will euch auch auf dem Laufenden halten, wenn es irgendwelche Neuigkeiten aus der Politik gibt. Drogenpolitik meine ich natürlich. Spielautomaten sollen ja vielleicht verboten werden, oder Komasaufen. Cannabis. Solche Dinge.

Also: wenn ich Tipps gebe, probiert sie aus. Nicht alle funktionieren, denn jeder Mensch ist anders. Was beim einen klappt, funktioniert beim anderen überhaupt nicht. Aber für jeden, der auch etwas ändern WILL und von der Sucht weg WILL, für jeden sollte dann auch etwas Nützliches dabei sein.

Ich bin Therapeut, aber das heißt nicht, dass ich die Weisheit gefressen habe, wie man so schön sagt. Ich selber leide auch schon mein ganzes Leben unter Schokoladensucht und schaffe es nicht, davon wegzukommen. Vielleicht will ich es ja insgeheim auch gar nicht 😉 und vor allem, ich habe ja auch nicht das Gefühl, dass es mich wirklich zerstört. Das ist bei Spielsucht oder Alkoholsucht oder Kaufsucht oder Sexsucht oder Fresssucht und und und natürlich anders.

Übrigens: jetzt am Anfang von so einem Blog kann ich natürlich auch noch nicht exakt sagen, worüber ich eines Tages alles schreiben werde und möchte. Wenn ihr ein Thema habt, zu dem ihr etwas hören möchtet, etwas, das euch brennend interessiert oder wo ihr gerne Tipps hättet, dann schreibt es doch hier einfach in die Kommentarfelder unten.

Ich kann euch natürlich nicht versprechen, dass ich dann etwas dazu schreibe, aber wenn es mich interessiert UND vor allem, wenn ich das Gefühl habe, dass ich dazu jetzt wirklich etwas Sinnvolles und Nützliches schreiben kann, dann werde ich es auch tun.

Und wenn ihr den Blog nützlich findet, dann teilt ihn mit anderen, empfehlt ihn weiter – so etwas tut mir als Autor ja auch gut, denn das motiviert, weiterzuschreiben. Und wie gesagt, wenn ihr andere gute Blogs kennt, dann schreibt es mir unten ins Kommentarfeld, DANKE.

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Frank Lavario, Autor der Lavario Methode

Ein Blog über Sucht und Tipps, was man gegen Sucht tun kann.

Unsere Selbsthilfe-Produkte gegen Sucht:

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